Warum dich eine Offenlegung schützt
Eine Offenlegung macht aus einem möglichen Vorwurf eine dokumentierte Entscheidung. Vermutet später jemand KI-Hilfe, zeigt deine Erklärung bei der Abgabe, dass du offen damit umgegangen bist und dich an die Regeln gehalten hast.
Viele Hochschulen werten nicht offengelegte KI-Nutzung als Verstoß gegen die gute wissenschaftliche Praxis, selbst wenn die Hilfe an sich erlaubt gewesen wäre. Das Problem ist meist das Verschweigen, nicht das Werkzeug.
KI-Prüfungen machen das dringlicher. Eine Hochschule kann eingereichte Arbeiten durch einen Detektor laufen lassen, und ein Detektor kann auch Text markieren, den du selbst geschrieben hast. Eine klare Angabe, was die KI in deiner Arbeit getan hat und was nicht, hilft dir dann.
Es geht nicht nur um Werkzeuge, die für dich schreiben. Übersetzer, Grammatikprüfer und Umformulierungswerkzeuge, der Humanizer eingeschlossen, verändern ebenfalls deine Formulierungen, und manche Regeln zählen sie zur KI-Nutzung.
Was in eine gute KI-Erklärung gehört
Bleib sachlich. Man sollte auf einen Blick sehen, was die KI getan hat und was du selbst.
- Das Werkzeug mit Version oder dem Monat der Nutzung, damit die Angabe auch in einem Jahr noch verständlich ist.
- Den Zweck: Ideensuche, Gliederung, Zusammenfassen von Quellen, Übersetzen, Grammatikprüfung, Umformulieren oder Programmieren.
- Die betroffenen Teile der Arbeit, etwa ein Kapitel, den Methodenteil oder das Abstract in einer anderen Sprache.
- Was du mit der Ausgabe gemacht hast: ob du sie mit Quellen abgeglichen, umgeschrieben oder nur als Ausgangspunkt genutzt hast.
- Einen Satz, dass du die Verantwortung für den Inhalt übernimmst, einschließlich aller Fakten und Zitate.
Hast du gar keine KI genutzt und fragt das Formular danach, schreib auch das. Eine kurze Negativerklärung ist genauso nützlich wie eine ausführliche Angabe.
Musterformulierungen zum Anpassen
In einer Abschlussarbeit steht die KI-Erklärung meist neben der Eigenständigkeitserklärung oder erweitert sie. Ersetze die Angaben in eckigen Klammern durch deine eigenen.
- Keine KI-Nutzung: „Ich versichere, dass ich bei der Anfertigung dieser Arbeit keine generativen KI-Werkzeuge verwendet habe.“
- Begrenzte Hilfe: „Ich habe [Name des Werkzeugs] im [Monat und Jahr] genutzt, um Vorschläge zur Gliederung von Kapitel 2 zu erhalten und die Grammatik der Endfassung zu prüfen. Alle Vorschläge habe ich geprüft, den Text habe ich selbst verfasst.“
- Übersetzung oder Umformulierung: „Ich habe [Name des Werkzeugs] genutzt, um meine eigenen Notizen aus dem [Sprache] zu übersetzen und einige Sätze in Kapitel 3 umzuformulieren. Das Ergebnis habe ich mit meinen Notizen abgeglichen, und ich übernehme die Verantwortung für den Inhalt.“
- Hilfe bei Quellen: „Ich habe [Name des Werkzeugs] genutzt, um drei im Literaturverzeichnis genannte Quellen zusammenzufassen. Jede Zusammenfassung habe ich mit dem Original abgeglichen; zitiert werden die Quellen, nicht das Werkzeug.“
Vermeide vage Sätze wie „Bei der Arbeit wurde KI unterstützend eingesetzt“. Sie sagen nichts aus und werfen genau die Fragen auf, die eine Erklärung beantworten soll.
In manchen Fächern gehören KI-Werkzeuge auch ins Literaturverzeichnis. Mehrere Zitierstile haben inzwischen ein Format für generative KI, und dein Institut nennt dir vielleicht den, den du verwenden sollst.
Heb die Belege für deine Erklärung auf
Eine Erklärung ist eine Behauptung, und Belege stützen sie. Heb sie mindestens auf, bis deine Note feststeht, bei einer Abschlussarbeit bis zur Verleihung des Abschlusses.
- Deine Entwürfe und den Versionsverlauf deines Dokuments, die zeigen, wie der Text gewachsen ist.
- Prompts und Antworten jedes KI-Chats, den du angibst, gespeichert oder exportiert mit Datum.
- Deine Notizen, Gliederungen, Daten und die Anmerkungen deiner Betreuerin oder deines Betreuers.
- Die Quellen, die du gelesen hast, zusammen mit deinen Notizen dazu.
Wird deine Arbeit markiert, beantworten diese Belege die Frage, die ein Wert nicht beantworten kann: wie der Text entstanden ist. Ein Detektor schätzt ein, ob die Formulierungen KI-Texten ähneln. Über deinen Arbeitsprozess weiß er nichts.
Bachelorarbeit auf KI prüfen, bevor du sie abgibstWarum wurde mein Text als KI markiert?
Prüf, was deine Hochschule verlangt
Die Regeln unterscheiden sich zwischen Ländern, Hochschulen, Fakultäten und sogar einzelnen Lehrveranstaltungen. Eine Dozentin erlaubt KI zur Ideensuche, ein anderer Dozent verbietet sie für die ganze Aufgabe.
- Lies die Prüfungsordnung und die KI-Hinweise deines Fachbereichs, bevor du mit dem Schreiben beginnst.
- Such nach einem offiziellen Formular oder Erklärungstext; oft gehört er zur Vorlage der Abschlussarbeit.
- Frag bei Unklarheiten deine Betreuung oder die Lehrperson und heb die Antwort schriftlich auf.
- Prüf die Regeln vor der Abgabe noch einmal, denn viele Hochschulen haben ihre KI-Regeln zuletzt geändert.
Textumi kann dir vor der Abgabe zeigen, welche Passagen deines eigenen Textes nach KI klingen, aber nicht, was deine Hochschule erlaubt. Das Ergebnis ist ein Signal, kein Beweis, und es entscheiden die Regeln deiner Hochschule.
Hausarbeit vor der Abgabe auf KI prüfenTextumi verantwortungsvoll nutzen
Häufige Fragen
Muss ich KI-Nutzung in der Bachelorarbeit angeben?
Das hängt von deiner Hochschule ab, oft auch von Fakultät oder Lehrveranstaltung. Viele verlangen inzwischen eine Angabe zu KI-Werkzeugen, entweder in der Eigenständigkeitserklärung oder auf einem eigenen Formular. Sagen die Regeln nichts, frag deine Betreuung. Eine offene, konkrete Erklärung wird Studierenden selten zum Nachteil, nicht offengelegte Hilfe dagegen schon.
Zählen Grammatikprüfung und Übersetzer als KI-Nutzung?
Manche Regeln behandeln sie als KI-Werkzeuge, andere nehmen einfache Rechtschreib- und Grammatikkorrekturen aus. Werkzeuge, die ganze Sätze umformulieren oder übersetzen, fallen häufiger darunter. Lies die Definition in deinen Regeln, und wenn sie unklar ist, nenn das Werkzeug in einem Satz: Das kostet dich nichts und räumt Zweifel aus.
Muss ich angeben, dass ich einen Humanizer oder Paraphrasierer genutzt habe?
Ja, wenn deine Regeln Umformulierungswerkzeuge einbeziehen, und das tun viele. Wer einen Text mit einem Werkzeug umformuliert, verändert damit nicht, woher er stammt; das gilt auch für den Humanizer von Textumi. Der Humanizer lässt einen Text natürlicher klingen und bewahrt dabei seinen Sinn. Ein Mittel, um eine Pflicht zur Offenlegung zu umgehen, ist er jedoch nicht.
Muss ich erwähnen, dass ich meinen Text mit einem KI-Detektor geprüft habe?
Meist nicht, denn die Prüfung deines eigenen Textes fügt ihm nichts KI-Geschriebenes hinzu. Manche Formulare fragen allerdings nach jedem eingesetzten Werkzeug, deshalb schau dir deins genau an. Hast du nach einer Prüfung Passagen geändert, gilt das als dein eigener Text, der keine besondere Erwähnung braucht. Anders ist es nur, wenn ein KI-Werkzeug die Änderungen für dich vorgenommen hat.
Sind die Musterformulierungen auf dieser Seite rechtsverbindlich?
Nein. Die Beispiele sind allgemeine Vorlagen, die dir helfen, eine klare Erklärung zu schreiben, und keine Rechtsberatung. Erklärung, Formular und Sprache deiner Hochschule haben Vorrang, und manche Hochschulen schreiben ihren Wortlaut ohne Änderungen vor. Wenn viel davon abhängt, frag beim Prüfungsamt oder bei deiner Betreuung nach.
Was tun, wenn mir KI-Nutzung vorgeworfen wird, obwohl ich alles angegeben habe?
Ein Detektorwert ist ein Signal und kein Beweis für die Urheberschaft. Ein faires Verfahren orientiert sich an den Belegen statt an einer einzelnen Zahl. Nimm auf deine Erklärung Bezug und untermauere sie mit Belegen: Entwürfe, Versionsverlauf, Notizen und gespeicherte KI-Chats. Frag nach, welches Werkzeug den Verdacht ausgelöst hat und wie sein Ergebnis gelesen wurde.
